Video-Endoskopie

Bei der Video-Endoskopie („Spiegelung“) können über die Kombination von einem optischen System und einem beweglichen steuerbaren „Schlauch“ Bilder aus dem Körperinneren auf einen Bildschirm übertragen werden. 

So können die inneren Organoberflächen („Schleimhäute“) betrachtet und Erkrankungen erkannt werden. Zusätzlich lassen sich über den Schlauch Instrumente einführen, mit deren Hilfe Gewebeproben für mikroskopische Untersuchungen gewonnen werden oder Wucherungen entfernt werden können. 

 

Durch die Video-Endoskopie kann die Oberfläche innerer Organe schmerzfrei und sicher untersucht werden! 

Auch für Probleme im Verdauungstrakt gilt in aller Regel: umso früher, desto besser!  

Geräte

Wir verwenden hierzu Geräte der neuesten technischen Generation (Olympus CF 180), die imstande sind, hochauflösende Bilder aus den Verdauungsorganen zu liefern („HDTV“) und über optische Filter auch kleinere Veränderungen entdeckbar zu machen („NBI“). 

Hygiene

Die Reinigung der Geräte erfolgt nach dem derzeit weltweit technisch bestmöglichen Verfahren mit besonderen Vollwaschautomaten (Olympus EDT3) und der Verwendung von „Peressigsäure“ als Desinfektionsmittel. 

Sedierung („Schlafspritze“)

In der Regel wird die Video-Endoskopie heute unter Propofol-Sedierung durchgeführt, d.h. der Patient bekommt in ein Blutgefäss an Hand oder Arm eine Spritze und schläft für die Dauer der Untersuchung, bekommt hiervon nichts mit. Dies verhindert Belästigung und Schmerzen für den Patienten und ermöglicht dem Untersucher eine ruhige und konzentrierte Betrachtung der Organe.  

Da auch „Schlafmedikamente“ Nebenwirkungen haben können, insbesondere Störungen von Atmung und Kreislauf, werden die Patienten während und nach der Untersuchung besonders überwacht und, falls erforderlich, wird ein weiterer spezialisierter Arzt („Anästhesist“) zugezogen. 

Nach der Untersuchung muss der Patient in Begleitung nach Hause gehen, die Teilnahme am Strassenverkehr oder andere unter Umständen gefährliche Tätigkeiten dürfen erst am Folgetag wieder aufgenommen werden. 

 

Die Propofol-Sedierung ermöglicht eine schmerzfreie und hochqualtitative Spiegelung von Verdauungsorganen. 

Wie wirkt Propofol? 

Propofol ist ein äusserst kurzwirksames Hypnotikum, das über eine Vene an Hand oder Arm verabreicht wird und Sie schnell und angenehm einschlafen lässt. Nach Ende der Untersuchung wachen Sie rasch wieder auf und sind bald wieder vollständig aufnahmefähig.  

Ist die Propofol-Sedierung eine Vollnarkose? 

Nein – das Medikament kommt zwar aus der Narkose-Medizin, jedoch führt es lediglich zu einem tiefen Schlaf, d.h. eine künstliche Beatmung ist nicht erforderlich. 

Ich hatte häufig Probleme mit Übelkeit, Erbrechen nach Operationen bzw. Narkosen – wird dies auch nach der Propofol-Sedierung so sein? 

Nein - es ist äusserst selten, dass Patienten mit solchen Vorerfahrungen auch nach Propofol über Beschwerden klagen. 

Kann ich nicht, wenn ich mit fit fühle, nach der Sedierung alleine nach Hause? 

Nein – da Sie länger nichts gegessen haben, während der Untersuchung gelegen sind und ein Hypnotikum verabreicht bekommen haben, ist es einfach sicherer, wenn Sie in Begleitung sind. 

Wann darf ich wieder Auto fahren? 

Am Folgetag ist dies wieder möglich – gleiches gilt für das Bedienen von Maschinen und Geräten oder allgemein für möglicherweise gefährliche Tätigkeiten. 

Ist Propofol gefährlich? 

Richtig angewandt kommt es nur sehr selten zu schweren Nebenwirkungen. Sie werden dennoch während der Untersuchung von besonders geschultem Personal betreut und Ihre Herz-Kreislauffunktionen werden fortlaufend überwacht, um gegebenenfalls auftretende Probleme sofort erkennen und behandeln zu können. 

Aufklärung und Information

Sie werden zunächst mit Hilfe eines standardisierten Formulars zur anstehenden Untersuchung informiert. Im Rahmen eines sich anschliessenden Gesprächs mit qualifizierten Mitgliedern des Teams und dem Untersucher können verbleibende Fragen besprochen werden. 

Nach der Untersuchung werden Sie vom Untersucher zum Ergebnis informiert und Sie erhalten einen schriftlichen Bericht sowohl für Ihre eigenen Unterlagen als auch für den zuweisenden Kollegen. 

Weitere an Ihrer medizinischen Betreuung beteiligte Kollegen erhalten den Bericht auf dem Postweg. 

Wenige Tage nach der Untersuchung erhalten wir das Ergebnis der mikroskopischen Untersuchung von entnommenen Gewebeproben. Dieses Ergebnis wird dem zuweisenden Kollegen, in der Regel Ihrem Hausarzt, zugesandt. Es ist unbedingt erforderlich, das Ergebnis dieser mikroskopischen Untersuchung mit dem zuweisenden Kollegen oder uns selbst zu besprechen. 

 

Das Ergebnis zu mikroskopischen Untersuchungen von entnommenen Gewebeproben liegt zum Zeitpunkt Ihrer Verabschiedung aus der Praxis noch nicht vor – es folgt wenige Tage nach der Untersuchung – besprechen Sie dieses Ergebnis mit Ihrem Hausarzt oder uns! 

 

Nehmen Sie gerinnungshemmende Medikamente ein? 

Haben Sie einen Allergie-Pass? Einen Herz-Ausweis? Informieren Sie uns!